Terminalserver unter Linux#

Bei einem Terminalserver geht es darum, daß ich einen relativ einfachen Client-Rechner habe, der normalerweise auch keine Festplatte besitzt (DisklessClient bzw. ThinClient) und der von einem zentralen Server aus alle Daten bekommt, um zu arbeiten. Der große Vorteil ist, daß man nur noch eine zentrale Stelle hat, an der man ein ganzes Netzwerk von Rechnern konfiguriert und wartet.

Grundsätzlich gibt es die Frage, welche Aufgaben vom Server und welche von Client übernommen werden sollen. Klassische Terminalserver-Projekte wie das bekannte LTSP (Linux Terminal Server Projekt) gehen davon aus, daß der Client in ThinClient, also so einfach (d.h. billig) wie möglich aufgebaut ist und eigentlich nur als verlängerter Bildschirm und Tastatur des Servers dient. Dies hat den großen Vorteil, daß alle Benutzer wirklich nur auf einem System (nämlich dem Server) arbeiten und lediglich ein Mini-Linux mit X-Server auf dem Client laufen muss.

Eine Alternative ist, den Server lediglich als Fileserver benutzen und die Applikationen dadurch jeweils auf dem Client laufen zu lassen. ThomasBayen hat seine Erfahrungen dazu auf der Seite DisklessClient und BootenVomNetzwerk zusammengefasst.

Zur Skalierung eines LTSP-Systems ist zu sagen, daß ich von Skolelinux-Installationen an Universitäten gehört habe, die tausende(!) von Clients in einer Installation laufen haben.

Wer lediglich einen Linux-Rechner aus der Ferne bedienen will, sucht (neben ssh -X) vielleicht nach der Seite XdmcpTerminalServer oder einem VncServer. Ein alternatives Projekt zu LTSP ist OpenSLX.

Technischer Hintergrund#

Im April 2006 habe ich (ThomasBayen) einen LTSP-Server aufgesetzt. Hierbei habe ich einige Dinge zur Architektur eines LTSP-Systems bemerkt, die mir nicht direkt klar waren. Deshalb erkläre ich das Ganze hier nochmal etwas: Am Anfang steht ein ganz normales Linux-System. Dieses System hat eine graphische Oberfläche, d.h. insbesondere einen Display Manager wie z.B. kdm installiert. Dieses Programm erzeugt den uns allen wahrscheinlich wohlbekannten Login-Dialog, der nach dem Einschalten auf dem Bildschirm erscheint. Der erste Schritt ist nun, den kdm so zu konfigurieren, daß er XDMCP-Anfragen von außerhalb annimmt (das ist nur eine Zeile in einer Config-Datei). Siehe hierzu auch XdmcpTerminalServer. Nun können X-Server (mit "X -query" o.ä.) von einem anderen Rechner aus auf unseren Hauptrechner zugreifen und erhalten dann einen eigenen Login-Dialog.

Bisher haben wir einen normalen XDMCP-Server. Was wir jetzt brauchen, sind Clients, die automatisch booten und per XDMCP an unseren Hauptrechner andocken. Diese Clients müssen im Grunde wie ein DisklessClient gebootet werden (natürlich kannen auch ein ThinClientLokalBooten, das hat aber nur in Ausnahmefällen Sinn). Hierzu benötigen wir einen Server, der einerseits die hierzu benötigten Dienste (DHCP, TFTPD, NFS) laufen hat und andererseits das root-Filesystem der Clients in einem eigenen Verzeichnis enthält.

Die Besonderheit an LTSP im Vergleich zu einem normalen DisklessClient ist nun, daß das root-Filesystem des Clients ganz speziell auf diesen Zweck zugeschnitten ist. LTSP ist insofern eine ganz eigene Distribution für ThinClients. Das Filesystem wird read-only gemountet und daher vom Client nicht geändert. Deshalb können alle Clients mit einem identischen Filesystem booten. Beim Hochfahren wird eine automatische Erkennung des X-Servers vorgenommen und dieser dann mit einer XDMCP-Anfrage an den Hauptserver gestartet.

Der LTSP-Server ist normalerweise identisch mit dem Hauptserver (muss aber nicht). Da die LTSP-Distribution in einem ganz eigenen Verzeichnis liegt, braucht man keine Sorgen zu haben, sein Hauptsystem in irgendeiner Weise zu verändern. Es werden lediglich die o.g. Netzwerkdienste installiert und eingerichtet.

Installation#

Projekt Mue-Cow#

Unter Ubuntu-Linux gibt es die Alternative der neueren Mue-Cow-Pakete, die in Zusammenarbeit mit Ubuntu entwickelt wurden.

Dadurch, daß LTSP bis Version 4.x im Grunde eine eigene Distribution ist, haben die LTSP-Betreuer viel Arbeit am Hals, alle Komponenten ständig auf dem laufenden zu halten. Insbesondere gibt es natürlich einige Applikationen, die man eventuell dann doch auf dem Client und nicht auf dem Server laufen lassen will (z.B. ein VNC-Client oder ein Seti@home-Client). Die Installation solcher Applikationen auf dem Client geht nun aber nicht einfach mit apt oder rpm, sondern muss immer genau auf LTSP abgestimmt sein.

Um diesem Problem zu begegnen, möchte das LTSP-Team die Architektur unter dem Namen "Projekt Mue-Cow" verändern. Statt eines Paketes ltsp-utils, das dann LTSP-tgz-Pakete nachlädt, um die LTSP-Distribution zu installieren, wird die Client-Distribution in Zukunft auf einem normalen Debian (oder Redhat oder Suse oder Ubuntu) basieren. Dazu kommt dann noch ein spezielles "ltsp-client" Debian-Paket, das aus der Standard-Distribution einen LTSP-Client macht. Um den Server einzurichten, gibt es dann ein "ltsp-server"-Paket.

Die neueren Pakete gibt es bereits in Debian Etch, allerdings habe ich sie auf meinem Sarge-System nicht ans laufen gebracht. Deshalb habe ich obigen Installationsweg beschritten.

In Ubuntu seit "Breezy Badger" (5.10) sind bereits Pakete nach dem Mue-Cow Standard enthalten. Wem das also besser gefällt, sollte überlegen, seine LTSP-Experimente mit Ubuntu zu machen.

Debian Sarge#

Ich habe mir das ltsp-utils-Paket von der LTSP-Webseite geholt. Dies lief nach der vorhandenen Doku relativ einfach und unkompliziert. Dennoch empfehle ich, von Anfang an mit Etch und den Muecow-Paketen (d.h. LTSP 5) zu arbeiten. -- ThomasBayen

Debian Etch#

seit Debian etch sind die neueren Pakete (bekannt als Muecow oder auch als LTSP 5) in die normale Distribution gewandert. Dort macht man folgendes:

  aptitude install ltsp-server
  ltsp-build-client
  echo "/opt/ltsp       *(ro,no_root_squash,async)" >>/etc/exports
  invoke-rc.d nfs-kernel-server reload
  invoke-rc.d openbsd-inetd reload
  invoke-rc.d portmap reload

Bei ThomasBayen, der ein LinuxMit64Bit betreibt, war es nötig, bei "ltsp-build-client" den Parameter "--arch i386" anzufügen. Dadurch bekommen die Clients (unabhängig davon, welche Architektur der Server benutzt) ein System mit einer i386-Architektur.

Dann muss man in /var/lib/tftpboot/ltsp/i386/pxelinux.cfg/default den Parameter nfsroot=auto anfügen (Scheint ein Bug im Debian-Paket zu sein, oder wer kann das anders zum laufen bringen?!?).

Einen richtig konfigurierten DHCP-Server vorausgesetzt (siehe DnsMasq) sollte das LTSP-System jetzt auch schon funktionieren! Der Haupt-Unterschied ist nun, daß man mit chroot in das Verzeichnis /opt/ltsp/i386/ gehen kann und dort ein normales Debian-System hat, das man entsprechend anpassen und z.B. mit aptitude erweitern kann.

Die Standardeinstellungen sind so gewählt, daß sogar auf eine /etc/lts.conf verzichtet werden kann (und wird). Wer eine selber schreibt, sollte darauf achten, dass man die SCREENs 00-06 nicht benutzen sollte, solange /etc/inittab dort gettys startet (sonst gibts keine Tastatur!). Ansonsten bietet sich die Erstellung einer lts.conf alleine schon an, um die deutsche Tastaturbelegung zu aktivieren:

  [Default]
        SCREEN_07       = startx
        XkbModel        = pc105
        XkbLayout       = de

lokale Applikationen#

Eigentlich ist LTSP ja dazu da, das alle Applikationen auf dem Server laufen. Dies hat viele Vorteile. Man braucht nur ein System zu warten und die Ressoucen dieses Systems werden viel besser ge- und verteilt. Dennoch gibt es Gründe, Applikationen dezentral laufen zu lassen. Spontan fallen mir hier einige Gründe ein:

  • Programme, deren primärer Zweck die Verbindung zwischen Display und einem dritten Server ist: Vnc (siehe VncServer), RDesktop (für Windows Terminalserver)
  • Programme, die den X-Server besonders fordern wie z.B. Videoplayer oder Streamingclients
  • Programme, die besonders viel Rechenleistung benötigen und die Ressourcen des Hauptservers damit zu stark blockieren würden wie z.B. Seti@home oder DosEmu. (Ich habe selber den DosEmu auf einem LTSP-Client installiert. Dies habe ich auf DosEmuAufLTSPClient dokumentiert.)

lokaler Sound #

Auf der LTSP-Webseite gibt es umfangreiche Doku zum Thema "Sound". Es gibt dazu verschiedene netzwerktaugliche Sound-Server. Dennoch habe ich für den normalen Büroarbeitsplatz eine viel einfachere und bessere Lösung! Ich benötige nämlich in Wirklichkeit gar keinen Sound mit Boxen, die ein extra Stromkabel brauchen und mir wieder den Schreibtisch zustellen. Ich brauche nur ab und an mal eine Nachricht, z.B. über eingegangene EMails.

Für diesen Zweck haben die Urväter des PC bei allem Blödsinn, den sie gemacht haben, eine Super-Idee gehabt: Den internen Lautsprecher. Nun habe ich aus dem Debian-Paket beep das Executable in mein LTSP-Verzeichnis nach /usr/bin/ kopiert. Nun kommt in die /opt/ltsp/i386/etc/lts.conf folgende Zeile:

  MODULE_01 = pcspkr

Da ich für eine andere Anwendung bereits einen Public Key habe, dessen Passwort ich über einen ssh-agent verwalte, mit dem ich mich dann später ohne Passwort auf dem Thin Client einloggen kann, reicht es nun, in Notify-Programmen wie im KDE-Kontrollcenter oder insbesondere im von mir benutzten KBiff folgenden Befehl anzugeben:

  ssh root@${DISPLAY/:*/} beep

Wer eine hübsche Melodie vorzieht, findet auf der Seite ThomasBayen eine Anregung...

Eine Konfiguration, bei der man gar kein Passwort mehr braucht, ist natürlich auch denkbar. Ob es sinnvoll ist, allen Benutzern auf allen Clients root-Rechte einzuräumen und ob das was schaden würde, bleibt jedem selbst überlassen.

lokale Medien (USB-Sticks) #

Es ist möglich, Medien wie USB-Sticks, Disketten oder CDs lokal einzustecken. Diese erscheinen dann automatisch als Icon auf dem Desktop und können durch einen simplen Klick benutzt werden. Jeweils zwei Sekunden nach dem letzten Zugriff werden beschreibbare Medien (USB-Sticks) gesynct und können heruasgezogen werden. Hierzu muss ein bisschen was auf dem Server eingerichtet werden. Dies ist auf der Seite http://wiki.ltsp.org/twiki/bin/view/Ltsp/LTSP-42-LocalDev-DebianEtch beschrieben.

andere lokale USB-Geräte #

Wenn man keinen lokalen Treiber mit einer lokalen Software installieren will, bleibt nur der Ansatz, den USB-Bus über das Netzwerk weiterzuleiten. Die einzige freie Linux-Lösung hierzu ist usbip, das ich jedoch noch nicht persönlich getestet habe.

Hierzu findet sich einiges an Information im Themenschwerpunkt des aktuellen Linux-Magazins: LTSP und lokale Storage-Devices

(Die Ausgabe lohnt i.m.h.o. alleine schon wegen des zehnjährigen Perlsnapshot-Jubiläums) -- MarkusMonderkamp am 12.09.2007

Clients ausschalten #

Beim laufenden Betrieb unseres Terminalservers ist mir ein sehr praktisches Problem aufgefallen: Es gibt keine vernünftige Methode, um die Clients auszuschalten. Versucht man, beim ausloggen oder im Login-Bildschirm "herunterfahren" auszuwählen, fährt man den Terminalserver herunter (was wohl nicht Sinn der Sache sein sollte und deshalb von mir abgeschaltet wurde). Aber wie fährt man den Client herunter?!? Nun - man kann, wenn man sich ausgeloggt hat und wenn man sich dazu traut und wenn man den Ein-/Ausschalter 4 Sekunden drückt, den Client einfach ausschalten. Das sind mir aber drei "wenn"s zu viel...

Der normale Client-Kernel aktiviert interessanterweise soviel ACPI, daß man den Client nicht mehr mit dem Power-Button ausschalten kann (ohne diesen 4 Sekunden festzuhalten). Außerdem möchte ich gerne, daß die laufende KDE-Session sauber beendet wird (wie es ja auf Standalone-Rechnern auch üblich ist), bevor der Client ausgeschaltet wird. Also dachte ich mir, daß es am besten sei, ebendieses aktivierte ACPI auch zu benutzen. (Eine Alternative wäre, einen Ausschaltknopf in die GUI zu pflanzen. Aber wohin und wie?)

Client #

LTSP 4.x

Zuerstmal habe ich mir aus dem Debian-acpid-Paket ein kleines acpid.tgz-Archiv gebastelt, indem ich

  • alles unnötige weggelassen habe (Doku etc.)
  • Den nc-Befehl hinzugefügt habe (netcat)
  • etc/acpi/powerbtn.sh modifiziert habe
  • etc/rc.d/acpid geschrieben habe
Folgende Dateien wurden besonders angepasst:

etc/acpi/powerbtn.sh:

  #!/bin/sh
  # /etc/acpi/powerbtn.sh
  # -TB-
  echo "shutdown" | nc terminalserver 4711 -q 0
  sleep 5
  init 0

etc/rc.d/acpid:

  #!/bin/bash
  modprobe button
  /usr/sbin/acpid -c /etc/acpi/events

Dieses Archiv kann man nun in das LTSP-Client-Rootverzeichnis entpacken. (Wer ein Mue-Cow-LTSP hat, kann den LTSP natürlich viel einfacher installieren...)

In der Datei lts.conf im LTSP-Client-Rootverzeichnis habe ich noch folgendes hinzugefügt:

        RCFILE_01 = acpid

Hierdurch wird die obige Datei etc/rc.d/acpid bei Starten der Clients ausgeführt. Dadurch wird der acpid-Daemon gestartet. Sobald der Powerbutton gedrückt wird, wird per "nc" ein Kommando an den Port 4711 des Rechners terminalserver geschickt. Hier habe ich nun einen Server in Perl implementiert, der dieses Kommando aufnimmt. Der Server schließt die zu diesem Client gehörende KDE-Session sauber ab. KDE-Programme speichern dabei Ihren Session-Status wie z.B. Fensterpositionen etc. und beenden sich. Hierzu läßt der Client dem Server 5 Sekunden Zeit. Nach dieser Zeit wird der Client dann endgültig heruntergefahren.

LTSP 5

Ich habe auf dem Client (also im chroot) das Debian-Paket acpid installiert. Dann habe ich eine Datei angepasst:

etc/acpi/powerbtn.sh:

  #!/bin/sh
  # /etc/acpi/powerbtn.sh
  # -TB-
  echo "shutdown" | nc terminalserver 4711 -q 0
  sleep 5
  init 0

Das wars dann auch schon. :-)

Server #

Der Perl-Server wird durch eine Zeile in der /etc/inetd.conf aktiviert:

  4711    stream  tcp     nowait  root    /usr/sbin/thinclientserver

Die Datei /usr/sbin/thinclientserver sieht dann so aus:

  #!/usr/bin/perl
  use strict;
  use Socket;
  use Net::Domain qw(hostname hostfqdn hostdomain);
  #
  # Dieses Programm wird in der /etc/inetd.conf mit folgender Zeile eingebunden:
  #   4711    stream  tcp     nowait  root    /usr/sbin/thinclientserver
  #
  # Dann wird es von einem fernen Client gestartet mit:
  #  echo "shutdown" | netcat terminalserver 4711 -q 1
  #
  while(<>){
    s/\n//;
    system('logger thinclientserver '.$_);
    if($_ eq 'shutdown'){
      # So stelle ich den Namen der Gegenstelle, also des Clients, der
      # heruntergefahren werden soll, fest (siehe "perldoc -f getpeername"):
      unless(-S STDIN){
        print "Kann nur per inetd aufgerufen werden!\n";
        exit 1;
      }
      my $hersockaddr = getpeername(STDIN);
      my (undef, $iaddr) = sockaddr_in($hersockaddr);
      my $clientname = gethostbyaddr($iaddr, AF_INET);
      # Meinen eigenen Namen brauche ich auch:
      my $servername = hostname();
      # Dies ist die Liste der Sessions, die dieser Server kennt:
      open INPUT, 'dcop --list-sessions --all-users |';
      my $input = join('',<INPUT>);
      # Per RegEx suche ich den User heraus, der an diesem Client angemeldet ist (und seine Session)
      if($input =~ /Active sessions for user \/home\/(.*) :(?:(?:\n[^\n]).*?)+\s*(\S.*$servername\_$clientname\_\d*)\n/){
        my ($user,$session) = ($1,$2);
        print "$user, $session\n";
        # Und jetzt fahre ich die KDE-Session herunter:
        system "dcop --user $user --session $session ksmserver ksmserver logout 0 0 0";
      }else{
        system "logger Keine Session fuer Shutdown aktiv.";
      }
    }
  }

Mit dieser Anpassung kann man nun seinen Client jederzeit sauber herunterfahren, indem man den Power-Off-Button drückt. Dieser Knopf ist meiner Meinung nach die sauberste "Benutzeroberfläche", die für dieses Problem zur Verfügung steht und sollte deshalb auch dafür benutzt werden. Man sollte beachten, daß es immer eine gute Idee ist, trotzdem seine Programme vorher sauber zu beenden. :-) Insbesondere Nicht-KDE-Programme (z.B. Openoffice) reagieren recht ungehalten, wenn sie "von außen" heruntergefahren werden. Hoffen wir, daß sich da in der Entwicklung noch etwas tut...

Es bleibt die Warnung, daß mein "shutdown-Server" keine hundertprozentige Authentifizierung bietet. Jemand könnte die Shutdown-Verbindung "faken" und so beliebig Client-Sessions beenden. Außerdem könnte jemand durch wiederholten Aufruf des Servers mit sehr langen Eingabedateien einen DoS-Angriff starten. Wen das stört bzw. wer weitere Sicherheitslücken findet, kann dies gerne kundtun bzw. den Server verbessern! -- ThomasBayen

Scanner #

Auf der Seite http://wiki.ltsp.org/twiki/bin/view/Ltsp/Scanners steht eine gute Anleitung für LTSP 4.x, die eigentlich darauf hinausläuft, daß man eine einzige Zeile in die lts.conf schreibt und fertig.

Bei LTSP 5 ist SANE allerdings nicht mehr automatisch enthalten (das ist ja sozusagen der Sinn von LTSP 5), deshalb muss man das Paket "sane-utils" in das Client-root installieren. Dann folgende Befehle ausführen:

  echo "sane-port stream tcp nowait root.root /usr/sbin/saned saned" >>/etc/inetd.conf
  echo "+" >>/etc/sane.d/saned.conf

Wenn "scanimage -L" auf dem Client zwei Geräte anzeigt (eins lokal, eins über das Netz), hat man gewonnen! Weiteres zur Konfiguration des Terminalservers (also des Sane-Clients) auf obiger Seite und auf der Seite ScannerImNetzwerk.

Der saned läuft so übrigens mit root-Rechten. Wen das stört, der sollte in der inetd.conf das "root.root" durch "saned.saned" ersetzen, muss dann aber auch udev so konfigurieren, daß ein eingesteckter Scanner der Gruppe "saned" gehört. -- ThomasBayen

LTSP testen #

Edubuntu Maintainer Oliver Grawert fordert in seinem Blog Entwickler zum Testen des beschleunigten LTSP-Bootprozesses auf. --MarkusMonderkamp

Tags:  ThinClient

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